Burnout

Termine, Stress und Hektik bestimmen unser Leben. Nicht nur im Arbeitsalltag, sondern mehr und mehr auch innerhalb unserer Freizeit- und Urlaubsgestaltung. Wir sind gefangen in einem Laufrad aus täglichen Anforderungen und fremdbestimmten Ansprüchen. Der steigende Druck ist zwar spürbar, doch wir schaffen es nicht, das unermüdlich tickende Räderwerk zu verlassen. Denn Körper und Seele passen sich zunächst an. Es ist eine Art Lernprozess, der über Monate, manchmal sogar Jahre, einen funktionierenden Organismus aufrechterhält. Erst, wenn beide – Körper und Psyche – an ihre Belastungsgrenze gelangen, merken wir, dass es nicht mehr geht. Wir brechen emotional zusammen, sind körperlich und seelisch am Ende.

Der Burnout entsteht langsam und bleibt als solcher zunächst unerkannt. Erste Anzeichen, wie nicht mehr ausreichende Erholungsphasen, negative Gedanken, Sorgen und Schlaflosigkeit werden meist als Momentaufnahmen abgetan. Manche Menschen versuchen, mit Fitnessprogrammen oder Sport dem Problem entgegenzuwirken, nicht wenige greifen zu Medikamenten, einige fallen in sich zusammen und resignieren. Spätestens jetzt muss aktiv entgegengewirkt werden.

Die Burnout-Therapie konzentriert sich auf die Früherkennung von Risiken und Symptomen. Doch sie kann noch mehr: Burnout-Therapie bietet Hilfe zur Selbsthilfe, in dem sie Betroffenen aktive und nachvollziehbare Muster und Methoden an die Hand gibt, wieder und immer wieder den Teufelkreis schlechter Angewohnheiten und ungesunder Verhaltensweisen zu erkennen und, nicht zuletzt, zu durchbrechen. Dazu gehören, neben der Gesprächstherapie, auch Entspannungstechniken, Atemübungen (z. B. Vokalatmung nach Feldenkrais) und das Verständnis physiologischer Abläufe. Eine nachhaltige Burnout-Therapie ist eine Anti-Stress-Therapie, verständlich, nachvollziehbar und überall anwendbar. Sie erlernen, Stressfaktoren frühzeitig zu entlarven und den Teufelskreis schädigender Einflüsse zu verlassen.